Varna in Bulgarien am Schwarzen Meer
Varna am Schwarzen Meer   - Geschichte -


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Die ältesten, teilweise bis zu 6000 Jahre alten Funde von Varna gehören zu den größten historischen Schätzen des Landes. So wurden ca. 100 Grabstätten aus thrakischen Siedlungszeiten mit Gold- und Kupferschmuck in der näheren Umgebung entdeckt.
An der Stelle thrakischer Pfahlsiedlungen gründeten Griechen aus Milet 585 v. Chr. eine Stadt mit dem Namen Odessos (Stadt am Wasser). Sie entwickelte sich sehr schnell zu einer blühenden griechischen Kolonie, fiel aber bald wieder zurück an die Thraker und wurde 342 v. Chr. von Alexander dem Grossen erobert. Im 1. Jh. v. Chr. gelangte die Hafenstadt unter den Römern zu einer wirtschaftlichen und politischen Blüte und wurde in eine starke Festung verwandelt. Den herumziehenden "barbarischen Völker" imponierte jedoch weder Badekultur noch Stadtpolitik der Römer. Erst 586 n. Chr. nach der völligen Zerstörung der Stadt, begann der Wiederaufbau unter dem Namen "Varna" durch slawische Siedler. Später annektierten bulgarische und byzantinische Herrscher abwechselnd Land und Stadt, wobei Varna allmählich wieder Ansehen und zunehmende Bedeutung durch seinen Hafen gewann. In der zweiten Hälfte des 8 Jh. wurde die Stadt dann doch schlussendlich von den Bulgaren erobert. 1391 eroberten die Türken Varna, ließen der Stadt aber aufgrund ihrer strategischen Lage weiterhin kulturellen und handelspolitischen Spielraum, zerstörten aber die Festung. 1444 hatte der polnische König Vladislav III. mit seinem Kreuzfahrerheer bereits die Tore von Varna erreicht, als er vernichtend geschlagen wurde. Während des Russisch - Türkischen Krieges 1828 umzingelten die Russen Varna und konnten die Stadt besetzen. Im Krimkrieg (1853 - 1856), als die Türken gegen die Russen noch Verbündete hatten, wurde Varna in eine englisch - französische Militärbasis verwandelt. Ein von der französischen Regierung 1888 errichtetes Denkmal auf der Strasse zum Aladsha - Kloster , an einer Kreuzung 6 km nördlich der Stadt, erinnert an die französischen Soldaten und Offiziere, die während des Krimkrieges an einer Epidemie in Varna starben. So dauerte es bis zum 19. Jh. bis wieder die ersten bulgarischen Schulen und Kirchen erbaut werden durften und Varnas Aufstieg zum bulgarischen Kultur-, Industrie- und Handelszentrum begann. Dank der Anbindung an den Eisenbahnverkehr (1866) und den Ausbau der Kurorte in der Umgebung nahm auch der Tourismus einen raschen Aufschwung. Nachdem die Region anfangs vor allem den Reichen und der politischen Prominenz zur Erholung diente, wurde sie in der zweiten Hälfte des 20. Jh. auch international bekannt und beliebt.

 

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