Melnik in Bulgarien
Melnik   - Geschichte -


Melnik in Bulgarien
 

Als erste siedelten hier die Thraker. Dann erbauten die Römer ihre Ulpia mit dem üblichen Kanalisationssystem, repräsentativen Häusern und Skulpturen. Auf dem Hügel "Sweti Nikola" ruhen die Überreste aus der ersten thrako - römischen Siedlung. Nun kamen die Slawen, und deren erste Sorgen war, die Stadt Melnik zu nennen (aus dem slawischen Wort "Mel", weisser Ton, Kreide). Den Städtename Melnik trifft man auch in den slawischen Ländern wie Polen und Tschechien. Zwischen dem 7. und 9. Jh. entdeckten diese Schönheit die schwarzhaarigen Protobulgaren, denen auch die blonden Slawen nicht egal waren.
Im frühen Mittelalter war Melnik eine Grenzstadt, die mal zu Bulgarien und dann mal wieder zu Byzanz gehörte. Der Statthalter der Rhodopen und des südlichen Piringebirges, mit dem Sitz in Zepina (Tschepino), der Despot Alexi Slaw, verlegte seine Hauptstadt von 1205 bis 1229 nach Melnik. Und in der Ruhepause der Auseinandersetzungen zwischen Bulgarien und Byzanz entwickelte sich hier eine rege Bautätigkeit. Ruinen und Überreste aus jener Zeit gehören heute zum Stadtbild. Ende des 14. Jh. versank das kleine Melnik zusammen mit dem ganzen Bulgarien unter Türkenknechtschaft. Aber mit den neuen Eroberer wurde aus Syrien die bis heute so beliebte Melnik - Rebe in diese Gegend gebracht. Der Rotwein aus Melnik eroberte die Märkte im ganzen Osmanischen Reich, Italien, Spanien, England und Österreich.
Im 17. / 18. Jh. kamen die Menschen zu so einem Wohlstand, dass sie ausnahmslos prächtige Häuser bauten. In 72 Kirchen wurde das Gotteswort in Griechisch und später dann auch in Bulgarisch gepredigt.
1873 wurde in Melnik die erste örtliche bulgarische Schule gegründet.
Erst 1912 mussten die Türken der Stadt die Freiheit gewähren. Das taten sie mit Wut und Grausamkeit. 26 Patrioten aus Melnik und den umliegenden Dörfern wurden unter dem Befehl Kjasim Bey erschossen. Die ganze Stadt wurde in Brand gesetzt. Häuser und Kirchen gingen in Flammen auf. Es brannte alles was dem Feuer nicht widerstehen konnte. Die hellen Sandpyramiden wurden grau. Von dem reichen, blühenden Melnik sind von ehemals 3640 Häusern im Jahre 1912 heute kaum noch 96 erhalten, von den einst 72 Kirchen stehen nur noch fünf, wovon gerade noch zwei in Funktion sind.
Seit 1964 ist Melnik zum Architektur - Reservat erklärt worden und 1968 zum Stadtmuseum.

 

Fotos Melnik   Fotos Rojen Kloster   Fotos Rupite   Fotos Samuil Festung

 

Fotogalerie Bulgarien   Das Wetter in Melnik   WebCam in Melnik


 


 
Ihr kompetenter Bulgarien-Spezialist. Preiswerte Flüge und Hotels.