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Bei Zarevo verlässt die E 87 die Schwarzmeerküste in südwestlicher Richtung über die Dörfer Isgrev, Kondolovo, Gramatikovo und erreicht nach ca. 57 km Malko Tarnovo, eine Stadt mit ca. 6.000 Einwohner. Sie ruht in einem Talkessel an den nordwestlichen Hängen des Strandsha - Gebirges. An dieser Stelle existierte eine thrakische Siedlung und Festung. Die heutige Stadt entstand während der türkischen Herrschaft und war Zentrum des blutig niedergeschlagenen Aufstandes von 1903 (Preobrashensko wastanie), der auf das ganze, damals noch immer unter Fremdherrschaft stehende Strandsha - Gebiet übergriff.
Sehenswert sind die Wiedergeburtshäuser im Strandsha - Baustil, eine ethnografische Sammlung im Haus Popikonomowata kaschta und eine museale Sammlung mit Erinnerungsstücken an den Aufstand von 1903.
Sieben Kilometer nordwestlich der Stadt gibt es eine Höhle, Bratanowata peschtera.
Alle weitern Dinge zeugen von der früheren Allgegenwart der Thraker. In Malko Tarnovo sind es thrakische Dolmen und Grabhügel. Auf dem Gebiet der Erzgrube "Propada" wurde ein thrakisches Grabmal entdeckt. Auf den Hügeln Goljamoto und Malkoto gradischte existieren Spuren thrakischer Festungen und Überreste thrakischer Tempel. Und in der Gegend Tagarevo ist eine thrakische Begräbnisstätte gefunden worden.
Zehn Kilometer westlich der Stadt befindet sich dann der Grenzübergang zur Türkei. |