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Eine Stadt im geografischen Zentrum Bulgariens mit 80000 Einwohner, 46 km südwestlich von Veliko Tarnovo und 220 km nordöstlich von Sofia. Gabrovo liegt zwischen Bergen eingezwängt und zieht sich bei kaum einen Kilometer Breite das schmale Tal entlang.
Hier, wo es der Fluss Jantra geschafft hat, die feuersteinige Brust der Stara Planina zu durchbohren, hat der Sage nach im 14. Jh. der Schmied "Ratscho Kowatscha" eine Siedlung gegründet. Er sei vor den türkischen Eroberern geflohen, habe sich hier niedergelassen und eine Schmiede eröffnet. Das Denkmal des Stadtbegründers erhebt sich auf dem großen Felsbrocken inmitten des Jantra-Flusses im Stadtzentrum. Jedenfalls siedelten sich nach den unerforschten Gesetzen des Überlebens in diesem Gebiet Bulgaren an, die sehr fleißige Handwerker waren und wussten, wie man den Groschen zweimal umdreht und hart spart, was die anderen falsch deuteten und für Geiz hielten.
Tatsächlich entstand in Gabrovo nach der Befreiung eine der ersten Textilfabriken im Jahr 1882 und es wurden mehr als 800 Werkstätten gegründet. Heute zählt Gabrovo mit seinen Fabriken der Textilindustrie, des Maschinenbaus und der Elektrotechnik zu den bedeutendsten Städten Bulgariens.
Schon vor der Befreiung entstand 1838 auch eine der ersten weltlichen Schulen in Bulgarien, die sich 1889 in ein Gymnasium verwandelte, bekannt als Aprilow - Gymnasium (erbaut von Gentscho Kunev). Der mächtige Bau der Sveta-Troiza-Kirche, der 1865 auch von den Baumeister Gentscho Kunev im Stil der Wiedergeburtszeit entworfen wurde, wird zu den eindruckvollsten Architekturdenkmälern dieser Periode gezählt.
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