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Das natürlich gewachsene Städtchen erstreckt sich malerisch über die Terrassen weisser Kalksteinfelsen. Im Gegensatz zu den zweckdienlich entworfenen, großen Kurorte der Umgebung hat hier noch jeder Stein Geschichte. Alte Balkanhäuser mit roten Ziegeldächern aus der Wiedergeburtszeit, Kirchen und Moscheen zeugen davon. Von griechischen Händlern aus der Stadt Milet ca. im 5. Jh. v. Chr. gegründet, wurde die erste Siedlung Krunoj (Stadt der Quellen) genannt. Doch schon bald zu Ehren des griechischen Gott des Weines und der Fruchtbarkeit in Dionysopolis umgetauft.
(Wie ein Kenner des Landes feststellte: "Sie keltern einen vorzüglichen Wein, sie verstehen eine Menge vom Feiern und Trinken, sind fruchtbar und vermehren sich".)
Selbst der vom römischen Kaiser Augustus mit dem Exil gestrafte Poet Ovid konnte über die kleine Stadt nur Gutes berichten: "Heil dir, weiße Stadt und deiner einzigartigen Schönheit" pries er sie in einem Gedicht. Im 13. Jh. wurde die Stadt dann Baltschik (nach dem fortan regierenden Bojaren Balik) benannt. Das Städtchen florierte weiterhin und machte sich einen Namen als Zentrum des Getreidehandels.
Eine kleine Moschee aus dem 16. Jh. erinnert noch an die bewegte Vergangenheit dieser Stadt. |