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Das Museumsdorf Arbanassi liegt ca. 4 km nordöstlich von Veliko Tarnovo auf einem Plateau mit Blick auf die Festung "Zarevez" und "Trapesiza". In Arbanassi befindet sich ein Teil der Baudenkmäler von Tarnovo und ist in seiner Architektur einmalig in Bulgarien. Der Ort ist ein Rätsel der Vergangenheit.. Was seine ehemaligen Bewohner wohl für Leute waren ?
Ob hochstehende Bojaren oder angesehene Höflinge, hohe kirchliche Würdenträger oder Heerführer, einfache Leibeigene oder bedeutende Gelehrte, Bulgaren oder Albaner, weiß man bis heute nicht.
Waren es vielleicht Albaner die unter den Türken hierhin umsiedeln mussten ?
Auf jeden Fall gilt Arbanassi als einstige Sommerresidenz der bulgarischen Zaren, hier hat sich die einstigen und heutige Elite des Landes ein Paradies erschaffen. Der Ort ist heute ein nationales Architekturreservat.
Im 17. Jh. gab es in dem Dorf 1000 Häuser. Die hiesigen Kaufleute und Handwerker unterhielten rege Geschäftskontakte nach Russland, Polen, Ungarn, Italien, Persien und Indien und waren wohlhabende und weltoffene Menschen. Diese Freiheit war möglich, weil nur ein Feudalherr die Steuer einzog und die Einwohner zur Rechenschaft ziehen durfte. Daher blieb Arbanassi von der Willkür und der uneingeschränkten Ausbeutung durch die osmanischen Machthaber verschont.
Von den heute noch erhaltenen 80 alten Häusern sind 36 denkmalgeschützt. Arbanassi hat heute fünf Kirchen und zwei Klöster, ursprünglich sollen es einmal ca. 90 Gotteshäuser gewesen sein. Die Kirchen wurden Ende des 16. Jh. und zu Beginn des 17. Jh. erbaut. Eine der ältesten und eindrucksvollsten Kirchen Bulgariens, die "Roshdestwo Christowo" ( Christi Geburt, um 1637 / 49 ) liegt halb unter der Erde und besitzt ein asketisches Äußeres, keine Kuppel und keinen Glockenturm. |